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Produktion für Modedesigner

 

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fashion & photography

  

Jobs bei Unit F

 



 
Unit F büro für mode

Wave Good-bye, Say Hello!

Unit F büro für mode 2000-2013

2013-12-20
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Andreas Oberkanins und Ulrike Tschabitzer © Maximilian Pramatarov
 

Ein letzter Rückblick: Unit F büro für mode wurde bei seiner Gründung 2000 mit der Entwicklung eines Exzellenzförderprogrammes für Modedesigner beauftragt, das aus Kulturgeldern der Stadt Wien und des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) finanziert wurde.
Zu diesem Zeitpunkt war Österreich im Bereich Avantgardemode eine staubtrockene Wüste mit kleinflächigen Oasen, überhaupt nicht in Bezug auf das kreative Potenzial, sondern in Bezug auf das generelle Interesse an diesem Teil der Creative Industries und das politische Commitment zur Unterstützung. Schon die Gründung von Unit F war dahingehend ein Durchbruch. In der Folge wurden zahlreiche Designer mit einer maximalen Summe von 7.500 Euro pro Projekt gefördert. Klarer Hauptfokus: Die Arbeit musste weltweit konkurrenzfähig sein und auch inhaltlich internationalen Standards entsprechen.
 
Bereits ab 2002 wurden die AFA-Austria Fashion Awards vergeben. Zunächst in den eher stillen Kellerräumlichkeiten von Unit F in der Gumpendorfer Straße vor einem Fachpublikum, später aufgrund des regen öffentlichen Andrangs in kontinuierlich größeren Locations - vom Museum der Stadt Wien bis zum Museum für Völkerkunde. Parallel dazu entwickelte sich aus den Preisverleihungen, die mit einer Gesamtdotation von bis zu 65.000 Euro jährlich zu den wichtigsten im gesamten heimischen Designbereich zählen, allmählich das festival for fashion & photography.
 
Als Gründer von Unit F und getrieben von der Vision, österreichische Mode sichtbar zu machen und voran zu bringen haben wir in den letzten 13 Jahren laufend mehr öffentliche Geldgeber, Unternehmen der Privatwirtschaft, kulturelle Einrichtungen wie Museen, Galerien und offspaces sowie Medien mit der Idee der Finanzierung und Visualisierung von österreichischer Avantgarde-Mode „infiziert“. Mit dem Label „Österreichische Mode“ auf der Stirn - wenn wir die Türe zu einem Büro aufmachten, wussten schon alle, wir kommen wieder mit einer Idee für ein Projekt und der Absicht, uns dafür finanzielle Unterstützung zu holen.
 
Womit wir schlussendlich auch sehr erfolgreich waren, immerhin konnten wir zusätzlich zum verhältnismäßig kleinen Budget von rund 4,4 Millionen Euro, das insgesamt in 13 Jahren aus öffentlichen Förderungen kam, noch einmal über 5,7 Millionen aus eigener Kraft erwirtschaften, das ganze Sachsponsoring gar nicht mitgezählt. Es war uns somit möglich, spannende nationale und internationale Projekte entsprechend den Bedürfnissen entlang der Wertschöpfungskette des Systems Mode zu realisieren. Allen Mitstreiterinnen und Mitstreitern auf öffentlicher und privatwirtschaftlicher Seite sei an dieser Stelle herzlich für ihren Mut gedankt, mit uns diesen visionären Weg zu gehen.
 
Wir hatten auch das Glück, dass wir mit einem relativ kleinen Team von ambitionierten Mitarbeitern immer qualitativ hochwertige Arbeit machen konnten. Wir möchten uns auf diesem Weg bei allen Mitarbeitern, die uns in den letzten 13 Jahren begleitet haben, bedanken. Nicht zuletzt gilt unser Dank allen Desigerinnen und Designern und der gesamten Modeszene! Es war eine aufregende Zeit und wir werden diese noch lange in unserem Herzen tragen - und die Mode auch in Zukunft nicht ganz aus den Augen verlieren. Mit unserer neuen Firma brand unit werden wir weiterhin auch Projekte im Modebereich realisieren.
Im nächsten Jahr erscheint im Brandstätter Verlag das noch von Unit F herausgegebene Austrian Fashion Book, das einen spannenden Überblick über die Mode in Österreich von ihren historischen Anfängen bis heute bietet und Textbeiträge zahlreicher rennomierter Autoren und Bildmaterial internationaler und österreichischer Modefotografen beinhaltet. Auch den Unit F Geschäftsbericht über die Arbeit der vergangenen 13 Jahre veröffentlichen wir 2014.
 
Die Agenden der Modeförderung übernehmen mit Jänner 2014 Camille Boyer und Maria Magdalena Agreiter mit ihrer neuen Plattform Austrian Fashion Association (www.AFA.co.at) - wir wünschen den beiden auf diesem Weg viel Erfolg und Durchhaltevermögen für die kommenden Jahre.
 
Herzlich,
Ulrike Tschabitzer-Handler
Andreas Oberkanins