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Hochzeit in Venedig

Iris Brosch performt

2013-06-05
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Desponsamus te, mare © Iris Brosch
 

Schon immer war Venedig mit seinen Palazzi und Brücken die perfekte Bühne für allerlei Inszenierungen. So auch für die symbolische Vermählung der Stadt mit dem Meer, die damit ihre Herrschaft über die obere Adriaregion manifestierte.

 

Bei der Feier fuhren zahlreiche Boote und Schiffe zum Lido, der Doge, das Staatsoberhaupt, warf einen goldenen, gesegneten Ring in das Meer, um die Verehelichung Venedigs mit dem Meer zu symbolisieren und sprach den Satz: „Desponsamus te, mare, in signum veri perpetuique dominii - Wir heiraten dich, Meer, zum Zeichen unserer wahren und beständigen Herrschaft."

 

Iris Brosch nahm diese Tradition nun zum Anlass für ihre Performance mit dem Titel Desponsamus te, mare, in der sie patriarchale Strukturen und bestehende Machtverhältnisse kritisch hinterfragt. Wie auch in ihren Modefotografien, die in zahlreichen internationalen Magazinen wie Vogue, Marie Claire oder Harper´s Bazaar abgedruckt werden, will Brosch in ihrer venezianischen Performance die Frau und ihre Weiblichkeit ausdrucksstark, kraftvoll und heldenhaft zeigen.

Im Mittelpunkt von Broschs Fotoarbeiten steht die Auseinandersetzung mit den Alten Meistern und die Wandelbarkeit der Frau. In ihren Fotografien zitiert Brosch die italienischen Maler der Renaissance aber auch die Malerei der Moderne. Ihr fotografischer Stil wurde einmal als „Miuccia Prada trifft auf Leonardo da Vinci“ beschrieben.

Davon, dass dies ein zeimlich treffender Vergleich ist, kann man sich anhand der Dokumentation der Performance hier überzeugen!


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© Iris Brosch

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© Iris Brosch